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BENZODIAZEPINE = Schlaf- und Beruhigungsmittel
Benzodiazepine werden üblicherweise in Tablettenform verabreicht.
Zu den Benzodiazepinen zählt man Wirkstoffe wie Bromazepam, Brotizolam, Diazepam, Triazolam usw. Einige der bekanntesten Schlaf- und Beruhigungsmittel aus dieser Gruppe sind u.a. Valium, Rohypnol, Somnobene, Lexadonil, Rivotril und Praxaten.
Die Wirkungen der Medikamente sind sich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in der Schnelligkeit des Wirkungseintritts, der Wirkdauer und der Dauer des Abbaus im Organismus.
Die Benzodiazepine sind durchwegs rezeptpflichtige Medikamente.
Verkauf und Weitergabe an Dritte ist verboten.
Wirkung
- Wirkungseintritt erfolgt nach ca. 20 bis 30 Minuten.
- Wirkt angstlösend, emotional entspannend, beruhigend
- Erregungs- und aggressionsdämpfend
- Schlafanstossend
- Können unter bestimmten Umständen ein sogenanntes „Kick-Gefühl“ auslösen
Unerwünschte Wirkung
- Müdigkeit, Benommenheit
- Kopfschmerzen
- Niedergeschlagenheit
- Schwindelgefühl
- Nachlassen sexueller Bedürfnisse
- Hohe körperliche Abhängigkeit
- Verminderte Leistungsfähigkeit
- „Blackouts“
- Benzodiazepine sollten nur über kurze Zeit hinweg verabreicht werden, da sie ein hohes Abhängigkeitspotential haben.
Bei längerem Gebrauch wird eine ständige Dosissteigerung notwendig.
- Wie bei allen anderen Substanzen auch sollte am Anfang nur eine sehr geringe Menge eingenommen werden. Diese kann dann bis zur gewünschten Wirkung langsam gesteigert werden.
- Bei der Einnahme einer zu hohen Dosis kann es zu: Schock, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle, Muskelschlaffheit und aggressiven Enthemmungen kommen.
- Bei Schwangeren ist die Schädigung des Ungeborenen nicht auszuschließen.
- Die gleichzeitige oder kurz aufeinander folgende Einnahme von Benzodiazepinen und anderen Beruhigungsmitteln, Alkohol oder Opiaten erhöht die Gefahr einer Atemdepression. Weiters kann es zu starken Blutdrucksenkung kommen.
- Benzodiazepine haben eine sehr lange Wirkungsdauer und einen bis zu drei Stunden verzögerten Wirkunngseintritt. In dieser Phase sollen, wegen der Gefahr einer Überdosierung, auf keinen Fall weitere Benzos eingenommen werden.
- Die gleichzeitige Einnahme mit anderen Substanzen sollte vermieden werden, da sie entweder eine schwerwiegende Verstärkung akuter und auch langfristiger Effekte bewirken kann. Es kann aber auch vorkommen, dass sich die Wirkungen der Substanzen gegenseitig aufheben.
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