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Unter Cannabis wird Marihuana, Haschisch und Haschischöl verstanden.
Marihuana sind die getrockneten Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze.
Haschisch ist das Harz der Blütenstände und Blätter der weiblichen Hanfpflanze.
Haschischöl ist eine mit Hilfe von Lösungsmitteln aus der Hanfpflanze gewonnene zähflüssige Substanz.
Bis jetzt sind mehr als 60 verschiedene Wirkstoffe bekannt, die in unterschiedlicher Konzentration in der Hanfpflanze vorhanden sind. Für die psychoaktive Wirkung sind vor allem das Delta9-Tetra-Hydro-Cannabinol und das Cannabidiol (CBD) verantwortlich, wobei THC eher halluzinogen und CBD eher beruhigend wirkt.
In Österreich ist nach dem Suchtmittelgesetz der Konsum, der Erwerb, der Besitz, Einfuhr etc. verboten. Bei Besitz einer geringen Menge zum Eigengebrauch muss jedoch die Staatsanwaltschaft die Anzeige auf die Dauer von 2 Jahren zurücklegen.
Wirkung
Die Wirkung jeglicher Droge hängt von folgenden Faktoren ab:
Set, Setting, Dosierung und Qualität der Substanz
Körperliche Wirkungen
- Beschleunigung des Herzschlages
- Erhöhung der Pulsfrequenz
- Rötung der Augen
- trockener Mund
- Appetitsteigerung ("Fressflash")
- Senkung des Augeninnendrucks
- Schmerzlinderung
- Brechreizunterdrückung
Psychische Wirkungen
- Entspannung
- Heiterkeit, leichte Euphorie
- erhöhte Sensibilität
- veränderte Sinneseindrücke (Musik, Farben), Phantasieanregung
- verminderte Konzentrationsfähigkeit
- verändertes Zeitempfinden
Unerwünschte Wirkung
Bei einer sehr hohen Dosis, insbesondere wenn Haschisch in größerer Menge gegessen oder getrunken wird, kann es
- zu visionären Zuständen
- lebhaften Imaginationen
- zu Halluzinationen und Wahnvorstellungen kommen.
Dies kann auch zu
- Kreislaufproblemen
- Angstzuständen
- Erbrechen führen.
Falls vor dem Konsum Ängstlichkeit, Bedrücktheit oder latente psychische Probleme vorhanden sind, können diese Zustände durch den Cannabisgebrauch verstärkt werden.
Starker und anhaltender Cannabisgebrauch kann psychiatrische Erkrankungen begünstigen, jedoch nicht verursachen.
Cannabisgebrauch beeinflußt während der Wirkungsdauer das Kurzzeitgedächtnis und verändert die Wahrnehmung. Die Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen und das Bedienen schwerer Maschinen ist somit zum Zeitpunkt der akuten Wirkung eingeschränkt.
Das Rauchen von Cannabisprodukten birgt die gleichen Gefahren wie der Tabakkonsum. Folgen eines langjährigen Gebrauchs können Bronchitis, Emphyseme und Lungenkrebs sein.
Folgende Personen sollten generell auf den Konsum von Cannabisprodukten aus gesundheitlichen Gründen verzichten:
- Kinder und Heranwachsende
- schwangere/stillende Mütter
- Herz- und Kreislaufkranke
- Lungenkranke
- psychisch Erkrankte.
- Versuche, möglichst nicht tagsüber bei der Arbeit oder in der Schule zu konsumieren, sondern nur in der Freizeit (Kiffen reduziert Deine Konzentrationsfähigkeit).
- Konsumiere nur, wenn du "gut drauf" bist, wenn du Dich wohl fühlst. Cannabis verstärkt die jeweiligen Stimmungen.
- Konsumiere maßvoll und nicht, um Deine Sorgen zu vergessen.
- Konsumiere nicht jeden Tag, mache Pausen.
- Schaffe eine angenehme Atmosphäre und konsumiere in der Gemeinschaft von Freunden.
- Lasse den Rauch nicht zu lange in der Lunge, inhaliere nicht zu intensiv. Es ist nämlich ein Vorurteil, daß man nur so "stoned" wird.
- Stelle das Kiffen nicht in den Mittelpunkt deines Lebens, andere Dinge sind wichtiger (Freund/Freundin, Schule, Ausbildung, Beruf, Hobbys, Sport etc.).
- Wechsle auch die Gebrauchsformen (Tee, Gebäck, Purpfeife, Bongs, Kawum etc.), nur Joints mit viel Tabak sind auf die Dauer wegen der Schadstoffe (z. B. Teer) gesundheitsschädigend.
Bedenke aber, bei Tee und Gebäck vorsichtig zu dosieren. Space Cakes (Haschkuchen) essen ist riskant, da meist die Dosis nicht bekannt ist.
Also: Vorsichtig antesten und nichts nachlegen, da die Wirkung erst nach ca. anderthalb Stunden einsetzt.
- Achte jederzeit auf die Dosierung. Beim Erstkonsum reichen O,2gr. Haschisch oder Marihuana aus.
- Sei Dir darüber im Klaren, daß es auch gestrecktes Haschisch im Handel gibt (Streckmittel: Henna, bestimmte Öle, Baumharze, Sand etc.). Langes Nachglühen beim Bröseln weist auf Streckmittel hin.
- Besorge Dir Dein Dope nur bei guten Bekannten.
- Nach dem Kiffen - Hände weg vom Steuer !
- Einige KonsumentInnen benützen Cannabis zum „Runterkommen“ von aufputschenden Drogen wie Speed oder Ecstasy. Mischkonsum stellt allerdings eine noch stärkere Belastung für deinen Körper dar; verlängert den "hang-over" nach dem Runterkommen und macht Angstzustände sowie erschreckende Halluzinationen wahrscheinlicher.
- Cannabis „killt“ die Ecstasy-Wirkung
- Gleichzeitiger Konsum von Speed und Haschich kann zu extremen Kreislaufbelastungen führen !
- Cannabis plus Alkohol: die Wirkung vom Cannabis wird durch den Alkohol überdeckt, nicht wahrgenommen.
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