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Pilze / Pflanzen

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Psychoaktive Pilze und Pflanzen, das heißt, Pilze und Pflanzen, die die Sinneswahrnehmungen stark verändern, wachsen fast auf der ganzen Welt. Seit einigen Jahren werden auch bei uns vermehrt psychoaktive Pilze und Pflanzen konsumiert. Die Wirkung dieser Substanzen ist meist halluzinogen. Die Zahl dieser Pilze und Pflanzen liegt weit über hundert.

Die Wirksubstanzen sind sehr unterschiedliche: Sie reichen von Lysergsäureverbindungen über Psilocybin und Psilocin bis hin zu Atropin. Der Wirkstoffgehalt unterliegt starken Schwankungen.

Die Wirkungen sind ebenso sehr unterschiedlich und reichen von leichten Halluzinationen bis hin zu kompletten Verwirrtheitszusständen.

Da LSD(ursprünglich der Mutterkornpilz) und "Magic Mushrooms” von den sogenannten biogenen Drogen wohl die weiteste Verbreitung erfahren, beschränken wir uns in der Folge hauptsächlich auf diese Substanzen.

Wir empfehlen generell derartige Substanzen nicht zu konsumieren. Wer sich trotz aller Risiken für einen Konsum entscheidet, sollte sich mit der Thematik eingehend befassen und die grundlegendsten Safer-Use-Regeln unbedingt beachten.

Wirkung

Generell gilt, daß sich neben der substanziellen Eigenschaft einer Droge deren Wirkung immer auch, durch die Einstellung zur Droge, der jeweiligen Stimmung bestimmt; weiterhin durch die Umgebung, in der du Dich befindest und dadurch, mit welchen Leuten du zusammen bist.

Mushrooms:

  • beginnt in der Regel ca. 20-30 Minuten nach Einnahme der Pilze und gleicht einem leichten Alkoholrausch.
     
  • Ein Wärmegefühl stellt sich ein, und gesteigerte Lust auf Sex kann auftreten.
     
  • Verstärkte optische Wahrnehmungsveränderungen treten erst nach ca. einer Stunde auf, erreichen nach etwa zwei Stunden ihren Höhepunkt und halten bis zu fünf Stunden an (Plateauwirkung). Die Drogenwirkung klingt sanft aus.

LSD:

  • Die Dosierung und der Reinheitsgrad von «trips» ist sehr unterschiedlich.
     
  • führt nach 20 bis 60 Minuten zu körperlichen Symptomen wie beschleunigter Herzschlag, Blutdruckabfall und Hitzewallungen
     
  • möglich sind auch Schwindelgefühle und motorische Störungen.
     
  • Die ersten psychischen Effekte treten 1 bis 3 Stunden nach der Einnahme auf und können 5 bis 12 Stunden dauern. Nach 1 bis 2 Stunden stellen sich die halluzinatorischen Rauscheffekte ein. Die Wirkungsdauer umfasst meist 8 bis 12 Stunden.

Folgende Wirkungen sind für sämtliche halluzinogenen Drogen charakteristisch:

  • Pulsbeschleunigung, später –verlangsamung
  • Blutdruckabfall
  • Atemnot
  • Schwankungen der Körpertemperatur, erhöhtes Schwitzen.
  • Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen und Magenkrämpfe (bei Pilzvergiftungen)
  • Starrheit der Pupillen, Hautreizungen (bei Atropinvergiftungen)
  • Überdosierung: kann lebensbedrohlich sein:
    Überhitzungen, Nieren-, Leber- und Herz-Kreislaufversagen

Folgende Wirkungen sind für sämtliche halluzinogenen Drogen charakteristisch:

  • Visionen (Bildersehen)
  • Stimmenhören
  • Geschmacks-, Geruchshalluzinationen
  • Veränderung und Anregung des Gefühlslebens
  • Positive Ich-Auflösung: – erhöhte Gesprächigkeit, Offenheit, – Trance-Erlebnisse und religiöse/mystische Erfahrungen, – Ekstase-Erfahrungen, – Meditative Konzentration 
 
Unerwünschte Wirkung

Körperlicher Art:


Zu Beginn der Drogenwirkung können auftreten:

  • Atembeschwerden
  • Herzrasen
  • veränderter (höherer/niedrigerer) Blutdruck
  • Schweißausbrüche und eine erhöhte Körpertemperatur

Weitere körperliche Reaktionen können sein:

  • Kopfweh
  • Kältegefühl
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Schwindel

Psychischer Art:

  • Verwirrtheit
  • Einschränkung von Merkfähigkeit, Konzentration, Aufmerksamkeit
  • Sprunghaftes Denken, Zerfahrenheit
  • Negative Ich-Auflösung: Angstvoller Verlust der Selbst- und Realitätskontrolle, – Negative Gefühle, Aggressivität, – Erregungs-, Wahnzustände («Horrortrips») und Depressivität
  • Psychotische Reaktionen bei vorherigen psychischen Störungen
  • Wiederkehrende Rauscherscheinungen ohne Drogeneinnahme (Nachrausch, Echo-Effekt, Flashbacks)
  • Psychische Abhängigkeit (innere Unruhe, Konsumdrang).

Es können jederzeit andere giftigere und in ihrer Wirkung nicht kalkulierbare Beimengungen enthalten sein. Ein risikofreier Gebrauch von psychoaktiven Pilzen ist niemals möglich.

Risikoreich ist zunächst die Tatsache, daß es zu Verwechslungen mit einer giftigen Pilzart kommen kann, weshalb man für "alle Fälle" unbedingt ein Exemplar aufbewahren sollte.

Weitere Risiken sind vor allem psychischer Natur und abhängig vom persönlichen Befinden. Wenn du zuviele Probleme und aktuelle Konflikte hast, ist es ratsam, auf den "Trip" verzichten.

Auf die Einnahme psychoaktiver Pilze und anderen Halluzinogenen solltest du auf jedenfall verzichten:

  • bei psychischen Erkrankungen, in diesem Fall kann der Trip eine (bislang verdeckte) Psychose auslösen
  • bei einer noch nicht gefestigten Persönlichkeit, in diesem Fall kann es zum Kontakt- und Realitätsverlust kommen

safer use

  • Wenn du Angst vor dem Trip hast, lasse es lieber sein und warte eine für Dich sicherere und angstfreiere Situation ab.
     
  • Du solltest körperlich fit sein, keine (akute) Erkrankung haben.
     
  • Bereite Dich gut auf den Trip vor: Werde Dir darüber klar, was du mit dem Trip beabsichtigst und achte auf eine angenehme Atmosphäre.
     
  • Eine Party ist vor allem für Deine erste Erfahrung mit psychoaktiven Pilzen nicht der geeignete Ort. Wenn du Dich entschließt, Pilze zu nehmen, dann probiere sie zuerst in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre aus (zum Beispiel zu Hause mit Freunden und in der Natur).
     
  • Vor der Pilzeinnahme solltest du nur leichte Nahrung aufnehmen.
     
  • Mache Deinen Trip nie allein, sondern immer gemeinsam mit netten und erfahrenen Menschen, denen du vertraust und auf die du Dich verlassen kannst.
     
  • Nimm zunächst erst eine geringe Dosierung. Für Drogen gilt: Erst antesten !
     
  • Bei der Pilzeinnahme auf Partys gilt: Trinke viel alkoholfreie Getränke, mache oft Tanzpausen und trinke keinen Alkohol; denn auch Pilze erhöhen (teilweise extrem) die Körpertemperatur, was zu einer Überhitzung des Körpers führen kann (Gefahr des Hitzeschlags).
     
  • Generell gilt: Der Trip sollte ein Ausnahmeerlebnis bleiben, und auf keinen Fall häufig wiederholt werden. Eine Pause von zumindest mehreren Wochen oder besser einigen Monaten ist angeraten. Gönne Dir genügend Zeit (einige arbeitsfreie Tage) für die Erholung und Regeneration nach einem Mushroom-Trip.
     
  • Bei zu häufigem Gebrauch von Halluzinogenen entwickelt sich ein körperlicher Gewöhnungseffekt. Auch eine Dosissteigerung führt dann nicht zu einer erneuten Wirkung.
      
  • Überlege wie du ohne Drogen in andere Bewußtseinszustände kommen könntest: Körperliche Betätigung, Naturerfahrung, Spirituelle Techniken und Praxis. 

Mischkonsum


Mushrooms

  • Pilze und Ecstasy: erhöht die Körpertemperatur stärker als Ecstasy alleine.
     
  • Pilze und Alkohol: Alkohol erhöht die Wahrscheinlichkeit für Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufbeschwerden und Ohnmacht.
     
  • Pilze und Cannabis: führt häufig zu Kreislaufbeschwerden und Ohnmacht. Kurzfristig kann bei Kreislaufbeschwerden Traubenzucker hilfreich sein.


LSD


  • LSD und Pilze: Halluzinationen können stärker und dadurch besonders erschreckend auftreten. Erhöhung der Belastung für das Herz-Kreislaufsystem.
     
  • LSD und Ecstasy: führt zu einer sehr hohen Serotoninkonzentration im menschlichen Gehirn. Die Wahrscheinlichkeit an depressiven Verstimmungen und Störungen des Kurzzeitgedächtnisses zu leiden, wird dadurch erhöht. Es kann zu bedenklichen Erhöhung der Körpertemperatur und damit zu Kollaps oder Hitzschlag kommen. Häufig treten auch Atembeschwerden sowie Blutdruck- und Pulsveränderungen auf.
     
  • LSD und Cannabis: „Runterrauchen“ kann zu einem Wiedereinsetzen der LSD-Wirkung, zu erschreckenden Halluzinationen, Angst und Unsicherheit führen. Der Hangover wird dadurch weiter verstärkt.

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